Hallo Griechenland…

Hallo Griechenland hiess es nach Albanien und wir verliebten uns augenblicklich in dieses geschichtsträchtige Stück Erde. In Griechenland wirst Du gastlich empfangen, die Menschen sind sich Reisende gewohnt und sie sind sich dessen wirtschaftlichen Aspekt klar bewusst. Die Griechen bleiben sich trotz Tourismus-Zirkus und der Sparpolitik der Europäischen Union treu. In wichtigen Momenten lassen sie sich vom Polit-Schlamassels ihres Landes die Freude am Leben nicht nehmen und das ist bewundernswert, den tiefere Einblicke in die Realität der Ausbadenden zeigen wie schwierig die momentane Zeit doch ist!

Hunde sahen wir auch in Griechenland viele aber ehrlich gesagt noch viel mehr Katzen. Katzen sind wirklich überall und sie sollten eigentlich auf der griechischen Flagge verewigt werden. Auffallend ist, dass herrenlose Tiere eigentlich überall mit Tischresten gefüttert werden. Den ultimativen Katzen-Supergau erlebten wir mit unseren Hunden dann auf der Insel Hydra. Diese Geschichte verdient einen ganzen Blogeintrag, denn sie war höchst amüsant, interessant und meine beiden Miau-Miau-Mobbers zertrampelten einmal mehr in uns ruhende Klischees in Grund und Boden…hihi.

In Griechenland gibt es auch Schlangen und während der Brutzeit sei vor allem in Schilffgegenden Vorsicht angesagt. Wir erfuhren natürlich erst davon als wir diese wunderschöne Gegend beim Palouki Camping nahe Patras verliesen. Dort unternahmen wir lange Strandspaziergänge. Man konnte ewig laufen und wie immer war Willow dem Wasser zugetan und klein Gizmo eben der Schilfgegend. Zum Glück passierte unserem Gizmo auf seinen Schilftouren nichts und vielleicht hatte die kleine Rakete ja eine Schlangenbegegung, reagierte nach Genetik richtig und managte sich gekonnt aus der Gefahr. Wir werden es nie erfahren, es bleibt sein Reise-Geheimnis.

Das „one and original“ Olympia solltet ihr unbedingt besuchen wenn ihr einmal auf dem Peloponnes unterwegs seit. Eigentlich nur ein „Haufen alter Steine“ aber da schwingt diese ganz eigenen Energie in der Luft und irgendwie spürt man überall den ZEUS. Die Landschaft um Olympia ist sehr lieblich, wunderschön, üppig mit lauter Gemüsegärten und vielen Obstbäumen. Die Hinfahrt ist auf einer wenig befahrenen alten Strasse, was das Erlebnis noch einzigartiger und attraktiver macht.

Wusstet Ihr das in der Antike die Olympischen Spiele panhellenische Festspiel waren, die sogar in Kriegszeiten Priorität hatten?

Die „Panhellenischen Spiele waren gesamtgriechische Wettkämpfe zu Ehren der griechischen Götter, die an religiösen Kultstätten abgehalten wurden. Ursprünglich handelte es sich um Wettkämpfe unter Kriegern in voller Kriegsmontur. Später wurde mit Ausnahme des Waffenlaufs die Rüstung abgelegt und die Kämpfer traten nackt an. Im Rahmen der religiös-sportlichen Veranstaltung wurden auch kulturelle Wettkämpfe im Dichten und Musizieren ausgetragen.

Zu den panhellenischen Spielen werden die überregionalen Wettkämpfe an vier Kultstätten gezählt: OlympiaDelphiKorinth und Nemea. Die Sieger aus diesen Wettkämpfen erhielten jeweils ortsspezifische Kränze, Zweige oder Stängel. Der Austragungsmodus dieser Spiele fand meist im Vierjahres-, seltener auch im Zweijahresrhythmus statt. Dieser Rhythmus wurde Periodos (Umlauf, Wiederkehr) genannt. Ein Wettkämpfer, der während einer Olympiade (Vierjahreszyklus) in einer Sportart in allen vier Hauptkampfstätten siegte, erhielt den Titel Periodonike.

Hunde dürfen das Areal mit den vielen alten Steinen von original Olympia nicht betreten. Wir parkten gekonnt unter einem Baum und dank meines Hundegitters im Heck kann ich die Türe immer offen lassen, was an warmen Tagen ein MUSS ist. Übrigens fanden wir dort natürlich auch einen Hund. Er war fast nicht zu sehen zwischen den Steinen, eingekringelt, völlig entspannt ruhte er sich aus. Niemand jagte in fort, ich denke er lebte da, wird von Angestellten der Museumsstätte gefüttert und trägt den Namen ZEUS.

In dem Sinne:
„Lasst die Spiele beginnen und setzt für den Frieden Priorität“